Gesundheit aus dem Bienenstock


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Wo kommt der deutsche Akazien-Honig her ?

Robinienhonig oder Akazie ?

Fragen, die mir oft als angehender Neuimker und Honighändler gestellt werden.

Weiße Blütendolden zierten die Umgebung!


Nach dem für die Jahreszeit viel zu kaltem April bis Anfang Mai hinein sehnten wir uns den Frühsommer mit wärmeren Temperaturen herbei. Ab Ende Mai waren schon vieler Orts in der Mark Brandenburg - an Waldrändern, Landstraßen, Dorfrändern, Feldumrandungen – Bäume mit weithin sichtbaren, weiß leuchtenden Blütentrauben zu bewundern. Manch einer wird sich gefragt haben, was für eine Pracht, was für ein Baum, wie ist sein Name?

Ein Baum, der wegen seiner Härte und der Widerstandsfähigkeit gegenüber Wasser, von der holzverarbeitenden Industrie sehr gerne eingesetzt wird. Aus Frankreich wird berichtet, dass kaum eine andere Laubholzart derart hohe Holzproduktionsleistungen in kurzer Zeit erbringen kann und das Holz wegen seiner technischen Eigenschaften sehr geschätzt ist. Die Bäume wachsen schnell und ihr hartes Holz ist auf dem Markt gefragt.

Ursprünglich kein einheimischer Baum wurde die Robinie von Nordamerika hierher gebracht, und Anfangs in Gärten und Parks gepflanzt und wie man sehen kann, hat der Baum sich selbst weit verbreitet, und wird mancher Orts in Plantagen angepflanzt.

Im Lateinischen heißt der Baum „Robinia pseudoacacia“ und so kennt oder nennt man ihn mancher Orts auch als „Falsche Akazie“ verkürzt als Akazie und woanders auch als „Robinie“.

Da wir Deutschen bei der Benutzung von Wörtern gerne die Abkürzungen oder Kurzformen benutzen, kommt es oft zu dem Missverständnis: „Akazie ist nicht gleich Akazie“. Die Akazie mit großer Artenvielfalt gibt es in Afrika und Australien.


Ganz besonders beliebt sind die Robinien bei den Imkern und den Bienen. Die Robinie ist eine sogenannte Trachten-Pflanze, die reichlich Nektar und Pollen erzeugt und deshalb verstärkt von den Bienen angeflogen wird.
Das die Robinie viel Nektar erzeugt, haben wir als Kinder auch schon gewusst, und die Blüten an die wir kamen gepflückt und ausgesaugt. Mancher backt die Blütendolden mit Eierkuchenteig aus, ein tolles Aroma.
So schlau sind die Bienen auch, suchen nicht noch woanders, wenn das Angebot bei den Robinien so groß ist. Von einem Hektar dieser Bäume kann der Imker mit seinen Bienen ca. eine Tonne ( 1000 Kilogramm ) Honig, den so genannten Robinienhonig, ernten.


Robinienhonig oder wie mancher sagt Akazienhonig sieht zartgelb bis goldgelb, klar und fast durchsichtig aus. Öffnet man ein Glas davon, verströmt es einen angenehmen Geruch nach Robinienblüten. Seine flüssige Konsistenz behält der Honig sehr lange, mitunter sogar über Jahre. Die hohe Gehalt an Fruchtzucker sorgt dafür, dass er nicht so schnell kristallisiert wie andere Sorten. Robinienhonig schmeckt durch seinen sehr geringen Traubenzuckeranteil sehr mild und fast neutral und ist deshalb bei Kindern sehr beliebt. Er eignet sich daher vorzüglich zum Süßen von Speisen, da er ihr ursprüngliches Aroma kaum verfälscht. Hervorragend zur Verfeinerung von Salatsaucen wird dieser milde, flüssige Honig gern verwendet. Herzhaften Gerichten wie Hähnchen-Curry verleiht er eine besondere Note, Gemüsegerichten verstärkt er den Geschmack . Zum gesunden und wohl bekömmlichen Frühstück schmeckt der Honig besonders als Brotaufstrich, im Milchshake, Quark oder Joghurt.